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Heilmittelverordnung

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Heilmittelverordnung für Ergotherapie

Ergotherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Ergotherapie ist wie Physiotherapie & Logopädie eine Heilbehandlung, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
Ergotherapie muß auf einer „Heilmittelverordnung 18“ (Maßnahme der Ergotherapie) vom behandelnden Arzt verordnet werden.

Indikationen für eine Therapie nach den Heilmittelrichtlinien sind:

§3.Absatz 2 Heilmittel können zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse nur verordnet werden, wenn Sie notwendig sind um:

  • eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern
  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen,
  • eine Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken, oder
  • Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und zu vermindern

 

Was muß auf der Verordnung stehen:

  1. Indikationsschlüssel (SB2, EN1, EN2, PS2 etc.)
  2. Diagnose (Z.n. CTS-Op, Rhizarthrose, Entwicklungsverzögerung, Dementiertes Syndrom, Konzentrationsprobleme etc.)
  3. ICD -10 Code ( F09, G83.9, F82 etc.)
  4. Leitsymptomatik (Schmerzen, Einschränkungen in der Beweglichkeit, Störung der Selbstversorgung etc.
  5. Heilmittel (sensomotorisch-perzeptive Behandlung, motorisch-funktionelle Behandlung, psychisch-funktionelle Behandlung, Hirnleistungstraining

 

Auf der Verordnung muß folgendes notiert sein:

  1. Patientendaten, Krankenversicherung, Betriebsstätten- und Arzt-Nr., Verordnungsdatum
  2. Verordnung nach Maßgabe des Kataloges
    1. Erstverordnung, wenn es sich um die erste Heilmittelverordnung für einen Patienten zu einer bestimmten Diagnose.
    2. Nach einer Erstverordnung gilt jede Verordnung zur Behandlung derselben Diagnose des Patienten als Folgeverordnung.
  3. Verordnung außerhalb des Regelfalles
    Der Arzt kann abweichend von der im Heilmittel-Katalog festgelegten Gesamtverordnungsmenge weitere Behandlungen verordnen, wenn das Therapieziel in der Gesamtverordnungsmenge im Regelfall nicht zu erreichen ist.
  4. Gruppentherapie
  5. Behandlungsbeginn spätestens am
    Wird vom verordneten Arzt kein Datum eingetragen, muss die Therapie innerhalb von 14 Kalendertagen nach Ausstellungsdatum der Verordnung beginnen.
  6. Hausbesuch
  7. Therapiebericht
    Bei jeder Verordnung ist zwischen ja und nein mit einem Kreuz in den davor gesehenen Kästchen zu unterscheiden
  8. Verordnungsmenge
    Der Arzt richtet sich bei der Angabe der Behandlungsanzahl pro Verordnung nach den nach den Maßgaben im Heilmittel – Katalog
  9. Heilmittel nach Maßgabe des Kataloges
    Die zulässigen Heilmittel ergeben sich aus der Leitsymptomatik bzw. dem hieraus folgenden Behandlungsziel
    1. Soweit medizinisch erforderlich kann zu maximal einem vorrangigen Heilmittel (A) oder optionalen Heilmittel (B) nur ein weiteres Heilmittel-Katalog genanntes ergänzendes Heilmittel (C) verordnet werden.
  10. Anzahl der Woche / Therapiefrequenz
    Der verordnete Arzt hat die Möglichkeit, die Anzahl der Therapieeinheiten pro Woche festzulegen.
  11. Indikationsschlüssel
    Der Indikationsschlüssel setzt sich zusammen aus dem Kürzel der Diagnosegruppe und der Kennzeichnung der Leitsymptomatik.
  12. ICD-10 Code
  13. Diagnose und Leitsymptomatik, Befunde
  14. Spezifizierung der Therapieziele
  15. Medizinische Begründung bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles
  16. IK-Nummer, Zuzahlung, Heilmittelpositionsnummer, Abrechnung
    Diese Angaben sind nicht vom Arzt auszufüllen, sondern vom Leistungserbringer im Rahmen der Abrechnung
  17. Rückseite
    Die beiden Änderungen können nach Absprache mit dem Arzt selbstständig geändert werden und müssen auf der Verordnung dokumentiert werden.

Beispielverordnungen

Pädiatrie

Chirurgie/ Orthopädie

Neurologie

Geriatrie

Psychiatrie